Bei mehreren Großeinsätzen der Exekutive ist es gelungen, in der Nacht von 31.12. auf den 1.1. rund 2000 Krawallmacher festzunehmen. Den meist alkoholisierten Personen wird vorgeworfen, sie hätten gegen Mitternacht durch das Zünden von Böllern und Knallkörpern gezielt die Nachruhe der friedlich schlafenden Bereitschaft der freiwilligen Feuerwehr Aldrans gestört.

Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass schon zuvor den ganzen Tag über vereinzelte Explosionen zu vernehmen gewesen seien: „Da hatten wir schon so ein Gefühl, dass uns eine unruhige Nacht bevorsteht. Als dann gegen 23:45 Uhr immer mehr laut grölende Menschen auf die Wiesen und Felder traten, wurde schnell deutlich, dass die von 22 bis 6 Uhr geltende Nachtruhe in Gefahr war.“

Screenshot_20160101-133306

Feuerwehr Aldrans

Um dem entgegenzutreten, hatte die freiwillige Feuerwehr bereits 2 Tage vorher vorbildlich versucht, eine erlassene Landesverordnung zur Vorbeugung gegen Waldbrandgefahr dahingehend zu „interpretieren“, dass Feuerwerk komplett verboten wäre – einfach durch das Weglassen eines wichtigen Details wie „in Waldgebieten“. Leider scheinen die Bürger des Ortes diesen doch zu simplen Trick durchschaut zu haben – und auch sämtliche Einschüchterungsversuche des Feuerwehrkommandanten mittels fuchtelnder Taschenlampe gegenüber Jugendlichen konnten nicht beeindrucken.

Beweismittel wurden sichergestellt
Wenige Minuten vor Mitternacht ging der Radau dann erst richtig los. Fast zeitgleich hätten die dreisten Ruhestörer begonnen, rückwärts bis Null zu zählen und dann unter lautem Johlen Raketen zu starten und weitere Knallkörper zur Explosion zu bringen – sogar in unmittelbarer Nähe von Feuerwehrmännern!
Daraufhin schlugen Polizei und freiwillige Feuerwehr mit vereinten Kräften zu. Bis 00:30 Uhr gelang es den Ordnungshütern,  insgesamt 1993 Ruhestörer festzunehmen und in Ausnüchterungszellen zu sperren.

Der Einsatz wird vielerseits begrüßt. Die Frührentnerin Zenzi S. (61) aus Aldrans etwa sagte blunzn.com: „Jedes Jahr derselbe Krach mitten in der Nacht – endlich wird da mal was unternommen! Vielleicht muss sich mein Kater Silvester in Zukunft nicht mehr vor lauter Angst unter dem Bett verstecken.“
Den Krawallmachern, von denen die meisten vorläufig in Haft bleiben, droht nun neben einem deftigen Bußgeld (siehe Screenshot)  wegen Störung der Nachtruhe eine Anklage wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die rege Beteiligung und die Tatsache, dass das gesamte Staatsgebiet betroffen war, deuten nämlich darauf hin, dass der ganze Radau von langer Hand konspirativ geplant war.

Aldrans 2017

Auch Blunzn.com unterstützt die Aldranser Initiative für 2017: Überall ist der Einsatz folgender Produkte im Freien verboten: Chinaböller, Raketen, Knallerbsen, Mehr-Schuss-Feuerwerksbatterien, Wunderkerzen, Kanonenschläge, Knallfrösche, Zündhölzer. Sie dürfen nur innerhalb geschlossener Räume verwendet werden.
Zigaretten dürfen geraucht werden, allerdings nur, sofern ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher bereitsteht.
Unbedenklich hingegen sind Laserpointer, Konfetti, Partytröten, Luftschlangen und das Erzeugen von Knallgeräuschen mit den Lippen.

Sicherheit geht vor!

1 Blunzn2 Blunzn3 Blunzn4 Blunzn5 Blunzn (2 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

One Thought on “Österreich: rund 2000 Festnahmen wegen Ruhestörung zum Jahreswechsel in einem einzigen Dorf!

  1. Pepe on 6. Januar 2016 at 12:34 said:

    Das österreichische Strafgesetzbuch definiert den mit Freiheitsstrafe bedrohten allgemeinen Amtsmissbrauch in § 302 StGB – Mißbrauch der Amtsgewalt – als Vorsatz eines Beamten, seine Befugnis, im Namen des Bundes, eines Landes, eines Gemeindeverbandes, einer Gemeinde oder einer anderen Person des öffentlichen Rechtes als deren Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich zu missbrauchen, um dadurch einen anderen an seinen Rechten zu schädigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Post Navigation